Monthly ArchiveMai 2007
brainstorm and development 30 Mai 2007 06:31 pm
Kritik | Fragen
• Tischler ist viel zu teuer, Ikea unschlagbar günstig, Wo liegt das Konzept preislich?
• Baumarkt? Wollen die Leute selbstmachen? Eher in “Schöner Wohnen” etwas entdecken, was sie dann genauso auch haben möchten.
ODER: Vielleicht wollen die Leute nicht selbst “gestalten” sondern eher eine größere Auswahlmöglichkeit zwischen fertigen Produktfamilien haben. (H. Kloeckner)
• Mobilität vs. Individualanfertigung, passt nirgendwo anders mehr rein. Neu denken vom deutschen Wohnungskonzept, evtl. Küche und Regale direkt einbauen, gar kein “Möbel” mehr? (H.Staubach)
ODER: Die Entwürfe in diese Richtung der ’70er zeigen, dass das Konzept nicht funktioniert. In Altbauwohnungen der Jahrhundertwende wohnt es sich, trotz völlig anderer Anforderungen heute immernoch besser. Also eher die Zyklusdauer verringern, recyclebare Entwürfe, die nach “Abnutzung” oder Wunsch nach Neuem an den Hersteller zurückgeschickt werden können. (H. Kloeckner)
brainstorm and development 30 Mai 2007 05:41 pm
Parametrische Abfrage
Nur Dinge abfragen, die auch bekannt sind. Also:
• Körpergrösse anstatt gewünschte Tischhöhe
• größter Ordner anstatt Materialdicke (keine Ahnung von Statik)
Möglichst wenige Parameter an einem Objekt.
Unterschied zum Systemmöbel: genaueres Eingehen auf bestimmte Wünsche wie Raummaße, Körpermaße, zu verstauende Gegenstände.
Modulares Grundkonzept mit individualisierungsmöglichkeit (Preis?)
brainstorm and development 29 Mai 2007 08:56 pm
partizipatorische Kategorien
• BASIC: Bauanleitung als PDF, alles aus dem Baumarkt
• CUSTOM: parametrische Eingabe der benötigten Maße, Konstruktion zum Download, Teile aus dem Baumarkt plus Verbindungs-/Konstruktionsteile vom Designer
• DELUXE: parametrische Eingabe der benötigten Maße plus Verbindungs-/Konstruktionsteile und Fertigung durch einen ortsansässigen Betrieb, größtmögliche Materialvielfalt
• PARTICIPATE: Begleitung des Entstehungsprozesses eines DELUXE-Produkts als Erlebnis/Abenteuer
–>Beispiel Ordnungssystem
brainstorm and development 28 Mai 2007 06:57 pm
Wabi-Sabi
DAS WABI-SABI-UNIVERSUM
aus: Koren, Leonard: Wabi-Sabi für Künstler, Architekten und Designer, S. 40, Tübingen: Wasmut Verlag, 1994
METAPHYSISCHE BASIS
• Dinge gehen entweder ins Nichts über oder entwickeln sich aus dem Nichts
GEISTIGE WERTE
• Wahrheit kommt aus der Beobachtung der Natur
• “Größe” findet sich in den unscheinbaren und leicht übersehbaren Details
• Schönheit kann aus Häßlichkeit hervorgelockt werden
GEISTESHALTUNG
• Akzeptieren des Unvermeidlichen
• Anerkennung der kosmischen Ordnung
• Jeder Tag als neue Chance für Veränderung/Erkenntnis
MORALISCHE VORSCHRIFTEN
• Befreie Dich von allem Unnötigen
• Konzentriere Dich auf das Eigentliche und ignoriere die materielle Hierarchie
STOFFLICHE QUALITÄTEN
• Hinweis auf natürlichen Prozess
• Unregelmäßig
• Vertraut
• Bescheiden
• Erdverbunden
• Dunstig-trübe
• Einfach
ÜBER INDIVIDUALITÄT UND LEERE
aus Juniper, Andrew: Wabi Sabi, Edle Einfachheit als höchste Tugend, München: Lotos-Verlag, 2003; Originalausgabe Wabi Sabi Boston: Tuttle Publishing, 2003
“… Persönlichkeit, so bemerkenswert sie auch sein mag, kann sich doch nicht mit der Natur messen. Darum wird der Stempel der Individualität nicht als wichtig angesehen – ja, er wird von vielen entschieden abgelehnt. Fir die wirklich großen individuellen Künstler, die es durch ihre bemühungen geschafft haben, die Grenzen ihrer Individualität zu transzendieren, wird ihre Kunst dann ichlos und kunstlos…” S. 171
“… Dieses Leerlassen verlangt Disziplin, und es ist oft notwendig, sich alles Hinzugefügten zu entledigen, um einer einzigen Ausdrucksform genügend Raum zu geben. Der Gebrauch von Raum ist nicht nur auf den Raum beschränkt, in den man ein Objekt hineinstellt, sondern betrifft auch den Raum innerhalb des Objekts. Es ist nötig, visuellen Raum zur Verfügung zu stellen, damit der nichtmaterielle Aspekt des Werks mit seinem materiellen Gegenpart interagieren und ihn ausbalancieren kann…” S. 183
brainstorm and development 28 Mai 2007 05:20 pm
Vogt+Weizenegger
Je mehr ich suche, um so häufiger stosse ich auf V+W, sei es die Blaupause, Upfold oder der Sinterchair, das Gedankengut ist dem meinen sehr ähnlich. Auch wenn die beiden, wie ich kürzlich auf dem Designmai mit Relationchip festgestellt habe – Gespräch mit Florinda Schnitzel – offensichtlich ihre guten Ideen nicht wirklich fertig denken, bzw. gewisse, meines Erachtens wichtige Aspekte einfach ausblenden. So hier, dass die Idee, ein fremdes Kleidungsstück zu tragen, zwar spannend ist, aber über den Chip keinen Kontakt aufnehmen zu können, wenn ich damit unterwegs bin, finde ich sehr schade. Zudem ist das Label überdimensioniert (und häßlich), für Kleidungsstücke, die von Modedesignern aufgehübscht werden, könnte mehr Understatement gut tun. Trotzdem: V+W haben wunderbare Gedanken und Konzeptansätze! Und das Projekt Upfold 1.0 finde ich sehr gelungen.

brainstorm and development 28 Mai 2007 04:06 pm
Plattenmaterial
Holz, MDF, PP, Acryl, Stahl, Glas, Schaumstoff, Styropor, Linoleum, Textilien, Pappe, Papier, Sandwichmaterial (wabenstruktur, Leichtbau), 3F-Board [modulor]
DON´T FORGET RECYCLING!!!
brainstorm and development 28 Mai 2007 03:52 pm
Worauf hab ich überhaupt LUST?
Diplom, was heißt das für mich? Endlich mal FREI entscheiden, was mich PERSÖNLICH interessiert oder wieder der verzweifelte Versuch, ein vermeintliches Soll zu erfüllen, von dem ich nicht einmal weiß, wie es aussieht? Gut, ersteres.
Also was interessiert mich im Produktbereich?
• KERAMIK (dit wollt ick schon imma)
• Hedonist oder Nihilist. Ich tendiere immer mehr zum WENIGER.
ökologisch unbedenkliches und ästhetisch-funktionales, modulares, multifunktionales, wenig voluminöses und ästhetisch alterndes Design sollte es wohl sein.
ABER WAS???
Desweiteren von Interesse:
• Web | Programmieren mit dem Ziel: INTERAKTION
Theoretisch:
• ZUKUNFTSORIENTIERTE, demokratische Ansätze
• Fragestellungen, die die Ernsthaftigkeit unserer Existenz anschneiden, Gesellschaft + Kultur: Wo entwickeln wir uns hin, was ändert sich langfristig durch Technologisierung und Internet? Was BRAUCHEN wir wirklich? Vorallem in der Zukunft:
Wasser, Raum, Luft, Hygiene, Zeit. BILDUNG+AUFKLÄRUNG – aber eher keine Dinge
• theoretisch fundiertes Arbeiten
Tun SOLLTE ich:
mehr im Modell arbeiten – weg vom Wasserkopf…
kleine Brötchen backen
nicht ständig so ernste Gedanken haben
Die eine Frage, die mir immer durch den Kopf geistert: MUSS ES EIN PRODUKT SEIN? MUSS ES DAS WIRKLICH?
brainstorm and development 28 Mai 2007 03:02 pm
Gestaltungsprinzipien
• designbasierte Entwicklung mit minimaler, eher kosmetischer Einflussnahme des Kunden, Änderung an Farbe, Material –> Status Quo bei Ikea, Nike, Puma, Automobilindustrie.
LANGWEILIG
• “Open Source”-Produkt, das durch reelle Anwendung von den Usern dann online optimiert und weiterentwickelt und perfektioniert werden kann. [OpenSourceCAR]
UNREALISTISCH
• Online Datensatz als Meta-Design, das als Klasse funktioniert und parametrisch veränderbar ist.
SUPER! ABER HOCHKOMPLEX (SPEZIALISTEN?)
• Produkt, das über ein Zufallsprinzip immer in veränderter Form erscheint [Schneeflocke]
ZUFALL IST GEFÄHRLICH, CHAOS IST GUT
• Bauplan downloadbar | Heimwerker-Fans aufgepasst! Evtl. Spezialteile auf Bestellung[Blaupause|V+W] [Machs Dir selber] [RepRap]
DEMOKRATISCH UND SIMPEL
• Interaktives Produkt, passt sich der Umgebung an (Leuchte Designmai-Symposium)
SUPER! TECHNISCH KOMPLEX (Elektronik, Sensoren, Programme…)
• Baukasten: Online-Konfigurator: Eingabe der Maße, Menge, Materialität, etc.
Lotus7, Norm69 [Moormann]
REALISIERBAR UND SINNVOLL
• Objekte mit partizipatorischer Funktion [DROOG DO]
NICE BUT ARTY
brainstorm and development 28 Mai 2007 02:13 pm
Porzellan
Kombination mit Metall, Silber mit antibakterieller Wirkung.
• Schalen, Geschirr, Schneidebrett (eher mit Holz), Karaffe,
• Windlicht, Vase, Lichterkette, Lampenschirm, Stövchen
• Schmuck
[Kerafol] [Silverclay]

