Category: brainstorm and development

Aufblasbares und Bodennahes

Neue Idee: Teppiche, die an bestimmten Stellen durch Luftpolster veränderbar sind (aufblasbar) und so eine Mischung aus der reduzierten, bodennahen Sitztradition Japans und einer bewegungsintensiveren Variante des hiesigen Sitzens auf Stuhl und Sofa ermöglichen. Denkbar auch für das Thema “fette Kinder”, indem weitere Features zur Bewegungsanregung eingebaut werden, z.B. die Möglichkeit, Höhlen und dergleichen zu bauen. Drüber- und drunterklettern, toben etc. Für die “Spielhölle” könnte ein ganzer Raum mit solchen Elementen bestückt werden, die alle auf ihre Weise “betätigt” werden können, um Energie zu erzeugen. Und natürlich: Super-recyclebar und nur als Mietware, kein Bedarf mehr -> zurückschicken. Evt. Problematik: Um nicht die herkömmlichen Gruselobjekte zu gestalten wird man verschieden Materialien verbinden müssen. How to, um sie später wieder auseinander zu bekommen?

Beispiele und Anregungen:
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Das Problem der fetten Kinder bleibt brisant, aber was tun? Wii und FdH sind das Eine. Die Spielhölle das Andere. Kinder sind begeistert und fasziniert von dem Medium Computer, ob es Eltern gefällt oder nicht, sie verbringen ihre freie Zeit besonders gerne vor dem Bildschirm. Gepaart mit schlechter Ernährung wird daraus schnell Übergewicht. Mit erhobenem Zeigefinger kommt man da nicht weit, waren wir nicht alle mal Kinder und haben gerade darauf mit größter Abwehr reagiert?
Also die Kinder da abholen, wo sie schon sind: Vor dem Bildschirm. Da soziale Vereinsamung über das Medium verstärkt wird, setzt die Spielhölle genau dort an. Die Kinder treffen sich, Ihresgleichen untereinander, um Computer zu spielen. Nur dass diese Maschinen nicht aus der Steckdose gespeist werden sondern aus Fitnessgeräten, die die Kinder selbst betreiben müssen. Auf diese Weise sind sie mit ihrem Interesse nicht allein, bewegen sich, lernen soziale Interaktion und haben trotzdem ihren Spaß am Spielen in virtuellen Welten – aber hier!

Fehlerverstecker

Jeder macht Fehler, und das ist auch gut so. Ein humaner und humorvoller Ansatz, dem als einziges Manko eine gewisse Niederkomplexität innewohnt: Das Prinzip “Fehlerverstecker” ist eine Methode, diese Fehler durch Betonung, Hervorhebung und Exponierung zu etwas Besonderem zu machen. Sei es das falsch gebohrte Loch, das umfunktioniert wird oder die verkohlte Küchenarbeitsplatte, in die ein Stück Metall eingelassen wird und man zukünftig gerade dort heiße Gegenstände abstellen kann.
Viel Raum zum Spielen und zum Schmunzeln. Nobody ist perfect!

Kritik | Fragen

• Tischler ist viel zu teuer, Ikea unschlagbar günstig, Wo liegt das Konzept preislich?

• Baumarkt? Wollen die Leute selbstmachen? Eher in “Schöner Wohnen” etwas entdecken, was sie dann genauso auch haben möchten.
ODER: Vielleicht wollen die Leute nicht selbst “gestalten” sondern eher eine größere Auswahlmöglichkeit zwischen fertigen Produktfamilien haben. (H. Kloeckner)

• Mobilität vs. Individualanfertigung, passt nirgendwo anders mehr rein. Neu denken vom deutschen Wohnungskonzept, evtl. Küche und Regale direkt einbauen, gar kein “Möbel” mehr? (H.Staubach)
ODER: Die Entwürfe in diese Richtung der ’70er zeigen, dass das Konzept nicht funktioniert. In Altbauwohnungen der Jahrhundertwende wohnt es sich, trotz völlig anderer Anforderungen heute immernoch besser. Also eher die Zyklusdauer verringern, recyclebare Entwürfe, die nach “Abnutzung” oder Wunsch nach Neuem an den Hersteller zurückgeschickt werden können. (H. Kloeckner)

Parametrische Abfrage

Nur Dinge abfragen, die auch bekannt sind. Also:
• Körpergrösse anstatt gewünschte Tischhöhe
• größter Ordner anstatt Materialdicke (keine Ahnung von Statik)
Möglichst wenige Parameter an einem Objekt.
Unterschied zum Systemmöbel: genaueres Eingehen auf bestimmte Wünsche wie Raummaße, Körpermaße, zu verstauende Gegenstände.

Modulares Grundkonzept mit individualisierungsmöglichkeit (Preis?)

partizipatorische Kategorien

• BASIC: Bauanleitung als PDF, alles aus dem Baumarkt
• CUSTOM: parametrische Eingabe der benötigten Maße, Konstruktion zum Download, Teile aus dem Baumarkt plus Verbindungs-/Konstruktionsteile vom Designer
• DELUXE: parametrische Eingabe der benötigten Maße plus Verbindungs-/Konstruktionsteile und Fertigung durch einen ortsansässigen Betrieb, größtmögliche Materialvielfalt
• PARTICIPATE: Begleitung des Entstehungsprozesses eines DELUXE-Produkts als Erlebnis/Abenteuer

–>Beispiel Ordnungssystem